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A.T. Kearney-Studie: Nach der Krise haben PE-Unternehmen besonders schnell wieder zurück in die Erfolgsspur gefunden. Weniger Kontrolle durch die PE-Fonds bedeutet meist auch mehr Profitabilität und Wachstum in den Portfolio-Unternehmen.
Private Equity erfolgreicher als Industrie-Unternehmen

Wien, 14. März 2011

Die meisten Unternehmen mit Private Equity Beteiligung haben die Wirtschaftskrise gut überstanden und nutzen den aktuellen konjunkturellen Aufschwung sehr viel besser als Unternehmen mit traditioneller Finanzierung. Dies gilt ganz besonders in den langsam wachsenden Branchen Chemie, Konsumgüter und Retail, Manufacturing und Dienstleistungen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung A.T. Kearney. Untersucht wurden die wirtschaftliche Performance in den letzten vier Jahren von mehr als 100 PE-Unternehmen in Großbritannien, Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich und Skandinavien. Dabei sind vor allem Unternehmen, bei denen der PE-Fonds als „Supervisor“ dem Portfolio-Unternehmen sehr viel Eigenverantwortung überlässt ganz besonders profitabel und wachstumsstark.

In Bezug auf wichtige finanzielle Kennzahlen stehen PE-Unternehmen sehr viel besser da, als Unternehmen mit traditioneller Finanzierung: PE-Unternehmen haben in ihren Reihen einen höheren Anteil an Outperformern (31% gegenüber 25%) und einen geringeren Anteil als die Vergleichsgruppe an Underperformern (20% versus 28%). Auch im Krisenjahr 2009 war der durchschnittliche Umsatzrückgang für PE-Unternehmen mit 3,8 Prozent sehr viel geringer als bei traditionell finanzierten Unternehmen, die einen Umsatzrückgang von durchschnittlich 9,1 Prozent zu verzeichnen hatten.

Grundsätzlich kann man bei PE-Unternehmen die beiden Governance-Modelle ‚Supervisor‘ oder ‚Operator‘ unterscheiden“, sagt Dr. Ekkehard Franzke, Partner bei A.T, Kearney und Autor der Studie: „Dabei steht jeweils die Frage im Mittelpunkt, inwieweit sich die PE-Fonds – neben der Entwicklung einer übergreifenden Unternehmensstrategie – auch in operative Abläufe und Entscheidungen einbringen.“ Entgegen der bisher vorherrschenden Meinung haben die A.T. Kearney-Experten dabei festgestellt, dass die PE-Portfolio-Unternehmen „an der langen Leine, aber mit klarem Program“ unterm Strich auch profitabler und gleichzeitig wachstumsstärker sind als jene, die „sehr eng“ geführt werden. Innerhalb dieser hohen Freiheitsgrade sind wesentliche Erfolgsfaktoren die Disziplin und die Incentivierung des Managements.

In Summe zeigt die Studie: Private-Equity ist ein Erfolgsmodel. Die PE-Fonds agieren als aktive Shareholder und bringen die leitenden Manager ihrer Portfolio-Unternehmen dazu, wie Eigentümer zu denken und zu handeln. Das „knappe“ Kapital wird effektiv eingesetzt. „In einer Zeit, in der die gesamte globale Finanzwirtschaft auf dem Prüfstein steht, zeigt unsere Studie, dass Private Equity-Finanzierung in den meisten Fällen für wirklich alle Beteiligten einen Mehrwert schafft: PE-Firmen schaffen zunächst Transparenz, wo Geld verdient – oder auch verloren – wird, entwickeln ihre Portfolio-Unternehmen strategisch und operativ, schaffen oder erhalten damit Arbeitsplätze und erschließen mit angepassten Produkten neue Märkte. Dabei muss es nicht immer der ‚deutsche Goldstandard‘ sein. PE-Firmen spielen dadurch für die weitere Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Europa eine bedeutende Rolle und mein Wunsch an die Politik ist, dass das nicht nur zur Kenntnis genommen, sondern auch einschlägig in der Regulierung honoriert wird“, so Franzke.

Lesen Sie hier eine ausführliche Zusammenfassung der Studie.


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